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(Seite 401) die Rede ist, daß sogar eine und dieselbeStadt unter verschiedene Erbtheile zcrstückt wurde und inFolge dessen ein und derselbe Bischof zuweilen nicht nurzwei, sondern drei und vier Herren zugleich dienen sollte.Daraus nahm insbesondere König Pipin zu wenig Rück-sicht, als er bei seinem Tode 768 das Reich unter seinebeiden Söhne Karl und Karlmann theilte; und ernahm absichtlich daraus so wenig Rücksicht, weil er denUnterschied des Völkerblutes zu verwischen gedachte. Ererkannte, daß die Gründung des Weltreiches, das er imAuge hatte, ohne diese Verwischung eine Unmöglichkeitwar; aber er erkannte nicht, daß diese Verwischung selbsteine Unmöglichkeit war.
Das fränkische Reich umfaßte bei der Thronbesteigungdes karolingischen Hauses die drei vereinigten KönigreicheNeustrien, Austrasien und Burgund. Zu Neu-strien, das Anfangs nur aus den drei Reichen Sois-sons, Paris und Orleans bestanden hatte, wurde nun-mehr auch die Bretagne und Aquitanien; zu Bur-gund auch die Provence und Gothicn oder Septi-manien (der zwischen der untern Rhone und den Pyre-näen gelegene Küstenstrich, der zuerst den Westgothen, dannwieder den Sarazenen abgenommen worden war); zu Au-strasien außer den rheinfränkischen oder ripuarischen Lan-den mit dem Mosel- und Maasgebiete Alamannien,Main franken (auch Ostfranken und Frankonien ge-nannt), Thüringen mit Hessen, und das Frisen-land gerechnet (Bajovarien war dem Frankenreichenoch nicht förmlich einverleibt, es wurde dies erst nachder Entsetzung Thassilo's 888). Austrasien, dieWiege des Reiches sowohl als des neuen Königshauses,war ausschließlich deutsch, und seine ganze Bevölkerung