Band 
Sechster Theil.
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redete die deutsche (teutische oder teutonische)Sprache, die Muttersprache Karls des Großen. Ne li-stn en und Burgund, die den Römern abgenommenenLänder, waren völlig romanisirt, und ihre Bevölke-rung sprach die romanische oder wälsche, aus derrömischen, wie sich diese in der Provinz oder Landschaftentwickelt hatte (darum auch die Provinciale oderlandschaftliche genannt), herausgebildete Sprache, dieMutter der französischen. Aquitanien, wie wirso eben gesehen haben, nunmehr zu Neustrien gerechnet,war bekanntlich den Westgothen abgenommen worden, undseine Bevölkerung großentheils noch immer feindselig gegendie Franken gesinnt, besonders in der südwestlichen Ecke,wo sich das wilde Volk der Basten oder Wasken festgesetzthatte, von dem es den Namen Gascogne erhielt. DiesesReich, das sich bereits von der Nordsee und dem atlan-tischen Meere bis zu den Pyrenäen, dem Mittelmeere,dem Alpengürtel, der Ens, dem böhmischen Waldgebirge,der thüringischen Saale und dem Sachsenlande erstreckte,sollte zum Weltreiche erweitert werden, und Pipin brachihm noch selbst die Bahn zu diesem großen, obwohl uner-reichbaren Ziele, hauptsächlich durch seine Züge nach Italienund in das Sachsenland.

Als der sicherste, ja als der einzige Weg zur Errei-chung desselben erschien dem vollendeten Staatsmannedie Verschmelzung aller Nationalitäten zu Einer Brüder-gemeinde, zu Einer, wenn man anders diese Bezeichnungnicht mißverstehen will, Weltbürgerschaft. Aber diese Ver-schmelzung, wenn sie je möglich war, konnte nur durchdie Allgewalt der Alleinherrschaft zu Stande gebrachtwerden. Darum behielt er, so lange er lebte, das ganzeReich ausschließlich in seiner Hand; und »erst als