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einen Sohn, welchem er den Namen des Großvaters gab,Pipin, von einem Naturfehler, den er hatte, der Bucke-lige zubenannt. Auch Gilperga genas eines Knäbleins,die Großmutter schöpfte ihm als Pfand der Versöhnungden Namen des Oheims, Karl; sie genas noch eineszweiten, dem gab man den Namen Pipin. Mittlerweilewar der Vater der beiden Könige aus der Zeitlichst ge-schieden, und Karl und Karlmann hatten sich in seinErbe getheilt. Neuer Nahrungsstoff für den Geist der Zwie-tracht. Der jüngere der beiden Brüder sog ihn begierigin sich, aber der ältere »ertrug dessen Haß und Neid mitsolcher Geduld, daß es Allen bewundernswerth erschien,wie er sich dadurch nicht einmal zum Zorne hinreißenließ." Allein Karlmann's Treulosigkeit im aquitanischenFeldzuge hätte am Ende doch den in der Asche glimmen-den Brand zu lichten Flammen angefacht, hätte ihn nichtder Engel des Friedens noch bei Zeiten durch sein aus-gespanntes Flügelpaar erstickt. Die Königin Mutter ver-söhnte die feindlichen Brüder. Sie meldeten dieses glück-liche Ereigniß dem besorgten Papste in einem eigenenSchreiben, worauf dieser in der Freude seines Herzensantwortete: »Die Briefe sind Uns zugekommen, worinIhr Uns anzeiget, daß der Streit und Hader, welcherzwischen Euch obwaltete, nun beigelegt und brüderlicheLiebe und Eintracht an seine Stelle getreten sei. DieseKunde hat Eure geistliche Mutter, die heilige Kirche, mitunaussprechlicher Freude erfüllt."
Diese unaussprechliche Freude wurde nur allzu baldwieder in unaussprechliches Leid verkehrt. Der ältere Bru-der verstieß die ihm von der Kirche angetraute Gemahlinund ging eine neue Ehe ein, die der heilige Vater als»eine Verbindung der schlechtesten Art" bezeichnete, als