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gehoben, der Pfeil des Neides war, wie es in der Regelder Fall ist, auf die Brust des Schützen zurückgeprallt.
Der Geist der Zwietracht war von jeher eingebürgertim Frankenreiche, besonders in dessen Herrscherhause, undnichts, sagt das Sprüchwort, geht über einen tüchtigenBruderhaß. Nur die Religion war im Stande, denselbenniederzuhalten. Die Religion aber wurde im PipinischenHause mit großer Sorgfalt gehegt und gepflegt, der Fa-milienherd war der Aliar, auf welchem die Mutter desHauses, die fromme Bertrada, das ewige Feuer unterhielt,das jeden Groll in seiner Nähe verzehrte, und um diesenAltar waren die Kinder des Hauses unter ihrer Obhutversammelt. Darum wenn auch der Geist der Eifersuchtin ihren Kreis sich einzudrängen versuchte, so lange sieunter dem Mutterauge standen, fand er keinen Raum aufdem heiligen Boden. Wie aber die Zeit herankam, inwelcher die Knaben aus der Schule des Hauses in dieSchule der Welt übertreten sollten, nahm sie, wie wirgesehen haben, der Vater unter seine Obhut, und stellteden Einen zu seiner Rechten, den Andern zu seiner Linken;und wie sie dann in die Jahre kamen, in welchen demMenschen die Gründung eines eigenen Herdes Bedürfnißwird, gab er Jedem eine Gemahlin aus einem ihm nahe-stehenden Hause, dessen Herd er, wie den eigenen, alseinen Brandopseraltar der Liebe kannte. Die Mutter tratzu beiden Schwiegertöchtern in ein inniges Verhältniß,doch schloß sie sich näher an Gilperga, die GemahlinKarlmann's, denn an Himiltrud, die Gemahlin Karl's,an. Dem ältern Sohne schien das Familienleben nicht sorecht gedeihen zu wollen. Er war wohl selbst Schuld daran,er huldigte allzu freien Grundsätzen in Betreff der Ehe.Indessen gebar ihm, wie wir uns erinnern, seine Gemahlin