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Antheil an der Herrschaft ausgeschlossen. Die zweite Ge-mahlin, Bertrada, blieb kinderlos, die dritte aber, Hil-degard, gebar dem glücklichen Gatten nicht weniger alsneun Kinder, vier Knaben und fünf Töchter, alle vonden glücklichsten Anlagen und ganz nach dem Sinne undHerzen von Vater und Mutter. Insbesondere war ihr Erst-geborner, Karl, der zweite Vater, groß an Körper undGeist und Seele, dem Vater darum auch, wie aus demHerzen genommen, so auch in das Herz gewachsen. IhrZweitgeborner, Karlmann Pipin, wetteiferte mit ihmin allen Vorzügen, und Karl der Große versprach seinerSchöpfung eine glänzende Zukunft und eine ewige Dauer.Aber der Mensch denkt's und Gott lenkt's. Der Glanzfeines Hauses sollte mit ihm in's Grab sinken. Er selbstmußte durch Gewitternacht zum Sonnenscheine dringen.Die Flamme, welche die Welt in Brand zu stecken drohte,war erstickt, aber die Gluth brannte noch unter der Aschefort.
Die Nachzuckungen des Longobardcnkrieges und derenUeberwältigung.
1. Die Verschwörung von Friaul und ihre Unterdrückung.
Desiderius vertrauerte Reich und Leben in einemfränkischen Kloster. Aber, wie sich der Leser erinnert, einSohn lebte ihm noch, Adalgis, der sein Mitregentgewesen, und dieser Sohn war noch frei, und zwei Toch-termänner, Arich is und Thassilo, und diese Tochter-männer hatten jeder noch seinen Herrscherstab in der Hand,alle drei aber hielten zusammen, wie Stahl und Eisen,und am Fuße der Alpen, vor der Schwelle des Bayer-landes, wo die Stadt Brescia lag, die Heimath desthronberaubten Königssohnes und Königs, und das alte
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