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wünschen mochte. Er bat sich die Erlaubniß aus, in seingeliebtes Kloster auf den Casiner Berg zurückzukehren undseine Tage alldorten zu beschließen. Karl gewährte ihmseine Bitte, knüpfte aber wieder eine Bedingung an dieseGewährung; sie lautete dahin, daß er auch von dortenaus dem Herzog Arichis mit seinem Rathe zur Seite stehe,und er führte ihn selbst zurück zu seinen unvergeßlichenDätern und Brüdern, und noch heute zeigt man die rotheMarmorplatte, auf welcher der König dazumalen am Grabedes heiligen Benedikt kniete. Nicht lange darnach, nochim Sommer desselbigen Jahres, den 25. August 787,schied Herzog Arichis aus dieser Zeitlichkeit, und Karlgab ihm seinen Sohn Grimoald zum Nachfolger.Er glaubte sich in der kurzen Zeit, während derer ihn als Geißel um sich gehabt, der Liebe desselbenin dem Maße versichert zu haben, daß er ihm vertrauenkönnte, zumal sein Paul im Lande blieb, eine Bürgschaftdes Friedens und der Treue.
3. Herzog Thassilo von Bayern und die Einverleibungseines Landes in das fränkische Gesammtreich.
So waren denn die Verhältnisse auf dieser Seite ge-ordnet. Die Reihe kam nun an Bayern. Während Karlnoch zu Rom verweilte und die Angelegenheiten Italiensund seines ganzen Reiches mit dem heiligen Vater besprach,schickte Thassilo, der dem Weltfrieden nicht mehr traute,den Bischof Arno von Salzburg und den Abt Hurrichvom Kloster Monsee (im Passauer Sprengel) als Gesandtean Hadrian mit der Bitte, den Frieden mit dem Franken-könige und ihm zu vermitteln. Der Papst glaubte sichdieser Bitte nicht entziehen zu dürfen und bot seinen gan-zen Einfluß bei dem Könige auf, seiner apostolischen Mäh-