Band 
Sechster Theil.
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hauen und Besten anlegen oder die in frühern Jahren vonden Eingeborenen gegen sie angelegten, wie die Sigburg,Eresburg, erobern und besetzen, wenn sie sich irgend im Landehalten wollten; die Wohnungen, welche sie vorfanden,waren mit wenigen Ausnahmen Lehm- oder Baumhüttenoder Felsgrotten, halb auf, halb in dem Erdboden, Städtetrafen sie nirgends. Im Rücken aber lehnte sich dasSachsenland an das Meer und an die Könige des Meer-res, die Normannen: eine ganze Welt und zwar Schre-ckenswelt von Bundesgenossen. Wer wollte sich, wer konntesich an ein solches Vorwerk einer solchen Welt wagen?

Karl der Große wagte sich an dasselbe, er mußtesich an dasselbe wagen, wenn er nicht für sich und dieganze Christenheit, ja das Christenthum selbst unaufhörlichziltern wollte. Schon die frühern Frankenherrscher hattensich an dasselbe gewagt, aber genommen hatte es nochkeiner; so oft sie auch in dasselbe einbrachen, so oft muß-ten sie sich immer wieder daraus zurückziehen, und denZins, den sie den Bewohnern auferlegten, wenn sie ihnm Empfang nehmen wollten, immer wieder durch einenneuen Feldzug eintreiben. Im Jahre 753 hatten die Sach-sen, «weil ihnen keine andere Wahl mehr geblieben,« demVater Karl's des Großen sogar versprochen und durch Eid-schwur und Geißelstellung bekräftigt, daß «alle Priester, diezu ihnen kommen mögen, ungehindert den Namen desHerren predigen und die Leute taufen dürfen«, aber nochbeinahe im Angesichte des fränkischen Heeres hatten sieden Erzbischof Hildegard von Cöln, der in dessen Ge-folge das Wort des Herrn verkündigte, unweit Osnabrückauf der Jburg erschlagen. Fünf Jahre später (758) hatteihnen Pipin durch einen neuen Feldzug das erneuerte Ver-sprechen abgenöthigt, «in Allem nach seinem Willen zu

Einfuhr, des ChristcnlhumS. Vl. 17