Band 
Sechster Theil.
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westfälischen Gaue wieder zurück in's Frankenreich. Zit-ternd hatte alles Volk sich unterworfen und besonders dasWestfalenland zwölf Geißeln gestellt zum Unterpfand ewi-ger Treue. Der große König-Apostel nahm sie mit sichin seine Schulen, sie allda zu Heilsboten für ihr Vater-land erziehen zu lassen. Hathumar und Baturad, nach-mals die beiden ersten Bischöfe von Paderborn, sollen sichunter diesen Erstlingen des Neubruches befunden haben.

Im folgenden Jahre (773) trat Karl seinen Feldzugnach Italien an, und kaum erfuhren die Sachsen, daßer mit seinem Heere jenseits der Alpen beschäftigt sei, alssie das ihnen aufgelegte Joch abwarfen, die fränkischenBesatzungen und die unter ihrem Schutze wirkenden Glau-beusprediger, welche der allgewaltige Sieger da und dortim Lande zu ständiger Hut und Obhut zurückgelassen halte,verjagten und alles fränkische Land, besonders aber dessenchristliche Pflanzungen bis an den Rhein hin mit Feuernnd Schwert verheerten. Die Kirche von Frizlar, dasWerk des heüigen Bonifacius, wurde nur durch ein Wundergerettet. Der große König-Apostel feierte gerade das Oster-fest (774) zu St. Peter in Rom und besprach allda mitdem heiligen Vater, seinem Freunde Hadrian, die Angelegen-heiten der Welt und der Weltkirche, insbesondere auchdie große Frage der Einverleibung des letzten deutschenLandes, das noch im Todesschatten des Hetdenthums lag,des sächsischen, in das Reich Gottes, zu dessen Verkörpe-rung in einem Reiche der Welt er gesandt war, und ver-einigte sich mit dem Statthalter Petri zu dem Plane, das-selbige in Missionssprengel einzutheilen und im Mittel-punkte eines jeden derselben einen festen Herd für die Glau-benspredigt, als Wiege eines Bischofssitzes, zu errichten,wie er einen solchen für den Süden des Landes bereits

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