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in der dann gelegenen Ortschaft Soest errichtet, die Wiegeder dortigen Patrokluskirche, worin man noch heute einwunderthätiges Bild, den »großen Gott von Soest", zeigt,angeblich ein Pathengeschenk Karls des Großen an Wit-tekind. Der ganze Süden des Westfalenlandes, die Hei-math der alten Bructerer, war also schon seit langer Zeitdem Gebiete der christlichen Kirche einverleibt, aber dieheidnischen Sachsen hatten mit dessen Wegnahme dasChristenthum dort wieder ausgerottet, und es bedurfte nuneiner neuen Pflanzung desselben. Karl der Große über-nahm sie und gründete der Predigt neue Heerde in denBurgen, die er in diesen Strichen eroberte oder anlegte,wie Sigburg an der Rubr und Lippstadt an derLippe, stellte sie aber nach der alten Ordnung der Dingeunter den Bischof von Cöln. Einen weitem Heerd fürdie Seelsorge dieses Theiles von Westfalen gründeteLiudger auf der westlichen Grenze desselben mit seinemKloster Werden am linken Ufer der Nuhr. In geringerEntfernung davon, am oder ursprünglich im Rheine, lagKaiscrswerth, ein schon gegen Ausgang des siebentenJahrhunderts von Suitbert, dem Apostel der Bructe-rer angelegtes Kloster; seine Wirksamkeit ragte ebenfallsnoch in den Westen und Süden des Westfalenlandes her-ein. Die Errichtung einer Kirche zu Dortmund fällterst nach den Tagen Karl's des Großen; es ist bloße Dich-tung, gestützt auf eine falsche Urkunde vom angeblichenJahre 789, daß Karl einen gewissen Grafen Trut-mann zum Kreisrichter über den Süden des Westfalen-landes, und zwar »zum besonderen Schutze der Glaubens-predigt" eingesetzt habe, und entsprungen cus dem altenNamen der Stadt Throtmannia, Trutmanni Villa, Trut-mannsstadt. Die Geschichte weiß hievon nichts, und es