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stellte an die Spitze eines solchen Kreises einen weltlichenund einen geistlichen Vorstand, hütete sich aber, denselbenTitel beizulegen, die den Sachsen neu waren und ver-haßt. So faßte er die mittlern Gaue des Landes West-sälen zusammen und stellte sie in weltlicher Beziehung un-ter den Grafen Egbert als einen Kreishauptmann, undvermählte diesen mit einer Anverwandten seines Hauses,angeblich einer Enkelin Karl des Hammers, der heiligenIda. So faßte er auch sechs Gaue an der untern Weser,Wigmode, Leri, Riustri, Osterga, Nordendi und Wangain einen Kreis zusammen und stellte sie in geistlicher Be-ziehung unter die Obhut des heiligen Willehad. Eswar dies die Gründung des Bisthums Bremen. Abersieben Jahre lang leitete der genannte Glaubenspredigerdasselbe, ehe er zum Bischöfe geweiht wurde. Die Sach-sen konnten den Titel »Bischof« nicht hören, denn sieerblickten in Demjenigen, der denselben trug, nicht mehrden geistlichen Oberhirten, sondern nur den fränkischenStaatsbeamten, das Werkzeug ihrer Unterdrückung.
Zwei Bisthümer oder wenigstens Bisthumstheile fandKarl der Große im Sachsenlande schon vor: Cöln undMainz. Sie zogen sich den südlichen Saum desselbenentlang und berührten einander zwischen den Quellen derLippe und Diemel im Hessengau, dessen östliche Hälfte,die rechten User der Erge, Twiste und Diemel bis zurWeser und Fulda, noch in die sächsischen Marken siel.Beide Bischofstühle hatten schon in früherer Zeit, da dieSachsen noch nicht über die Weser vorgedrungen waren,ihr Wirken bis an die Grenzen dieses Volkes ausgedehnt,den Baum des Lebens namentlich nach Boroctragau, demLande der kleinen Bructerer, zwischen Ruhr und Lippegepflanzt, und der Glaubenspredigt einen ständigen Heerd
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