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Kaiserthrone, zum Empfange des hohen Gastes nach demKloster des heiligen Mauritius, der Schwelle des Nord-alpenreiches an der obern Rhone, und erwartete ihn zuRheims. Von dort aus geleitete er ihn über Cerisy ander Oise, wo er Weihnachten mit dem Papste feierte, nachAchen, überhäufte ihn daselbst mit Ehre und ließ ihn dannreich beschenkt und unter festlichem Geleite über Bayernnach Ravenna zurückführen. Es war die Hochzeitsreisedurch die deutschen Lande, die Nachfeier der Vermählungin der Heimath.
Doch wenn auch durch den stehenden Druck niederge-halten, arbeitete die Revolution fortwährend unter demBoden fort, wie die Lava im Schooße des Vulkanes, undnoch zu den Lebzeiten des großen Kaisers traten Ereignisseein, welche ihr Lust zum Ausbruche machten. Am 8. Julides Jahres 810 starb der König von Italien, KarlmannPipin. Er hinterließ einen Sohn mit Namen Bern-hard. Der Kaiser übergab ihm die Regierung Italiens,er hatte also wieder seinen ständigen Vertreter im Apen-ninenlande. Allein zu Anfang des Jahres 814 starb erselbst, und sein Nachfolger Ludwig der Fromme,rief Bernhard an sein Hoflager und bestätigte ihn daselbstzwar in seiner Herrschaft, und entließ ihn reich beschenktwieder in seine Erblande, rief ihn aber mit seinem Waf-fengesolge bald darauf zu sich nach Sachsen. Der ver-haßte Papst war ohne Schutz, die römischen Großenverschwuren sich wieder gegen sein Leben. Aber sie hattensich verrechnet. Leo III. war stark im Bewußtsein seinesRückhaltes, und die fränkische Partei zählte noch immerihre Anhänger in der Stadt. Der Anschlag ward verra-then, und der Statthalter Petri nahm das Schwert der