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des Meisters Werk, der Iustinianische Codex, sollte mitder Zeit zur Alleinherrschaft im ganzen Reiche gebrachrwerden.
Aus dieses Ziel arbeitete man eben mit der Revisionder germanischen Rechtsquellen hauptsächlich hin. Darumblieben und wurden diese in lateinischer Sprache geschrie-ben, und im salischen Gesetzbuche sogar die Mallergi-sche Glosse gestrichen, welche besondere Fackansdrückern der Volkssprache gab. Karl der Große hing mit ganzerSeele an seiner Muttersprache, der deutschen; er trug sichsogar mit dem Gedanken, eine Anweisung zur Erlernungderselben zu schreiben, er schöpfte den Monaten deutscheNamen, er ließ die deutschen Volkslieder sammeln undausschreiben,* u. s. w. u. s. w. Aber er glaubte seineLiebe zur Muttersprache und mit ihr diese Sprache selbstseinen höher» Zwecken opfern zu müssen, und verwies sieaus der Gesetzgebung, sogar aus der Kirche. Er ließ durchPaul von Friaul Homilien aus den lateinischen Kir-chenvatern sammeln und gab sie seinen Geistlichen, vondenen nur wenige im Stande waren, dieselben zu über-setzen, in i hrer Ursprach c, der lateinischen, in dieHand, sie ihren Gemeinden in dieser vorzulesen. Alleinsolches Uebermaß der Romanisirung vermochte denn dochnicht allzulange Stand zu halten. Noch zu Karls Lebzei-ten drangen die Synoden auf die Predigt in der Volks-sprache, und eine allgemeine Reichsversammlung zu Acheni»r September 813, der Krvnungstaz für Karls des Gro-ßen Reformen, erhob dieselbe zum Gesetz; doch der Miß-
^ Ach, daß diese Sammlung von seinem Sohne, Ludwig demFrommen, wegen ihres heidnischen Gepräges wieder pernichtei wurde!