Band 
Sechster Theil.
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sprechen, die Schöpferkraft Gottes erschöpft sich nie, siehatte sich auch in der Erschaffung Karl's des Großennicht erschöpft, das zeigte sie in der Erschaffung seinesgleichnamigen Sohnes; aber sie legte ihre schaffende Kraftauf eine andere Seite, sie entzog sie dem Staate undlieh sie der Kirche, sie rief selbst, den sie schon geschaffenhatte, und wie es schien, sogar zum Erben der Kaiserkronegeschaffen hatte, noch vor dessen Erledigung wieder vomSchauplatze der Erde ab; sie senkte wenige Jahre darnachauch dessen großen Vater in's Grab, und rief auf dieserSeite nicht so bald wieder eine neue Größe, dagegen aufder andern einen Gregor IV. und nicht lange darnacheinen Nikolaus I. in's Leben, sie legte dem Throne desGottesreiches zu, was sie dem Throne des Weltreiches ab-zog. Der Staat hatte dem Christenthurne die Bahn zuden Völkern und dem Völker- und Volksleben gebrochen, «die weitere Verfolgung dieser Bahn war Sache der Kirche;die Kirche allein konnte die Völker zum Heile führen, dennHeil und Freiheit sind eins; die Kirche ist die Trägerindes Heils, sie ist auch die Trägerin der Freiheit, der Staataber zielt, wenn sein Lenker auch noch so freisinnig istund sein Volk noch so tief im Vaterherzen trägt, wesent-lich aus Unterdrückung. Insbesondere barg und hegte dergermanische Staat, wie wir gesehen haben, eine Mengesreiheitsfeindlicher Elemente in seinem Schooße. Aus derpatriarchalischen Ordnung hervorgegangen, in welcher ohne-dies die Willkür am Steuer sitzt, hatte er sich durch dieHeerfahrtenordnung zum Lehenstaate entwickelt und drohtenun mit der Hof- und Gnadenordnung der Willkür dieKrone aufzusetzen und damit eben die patriarchalische Ord-nung, aber leider aus ihrer Kehrseite, der patriarchalischenUnordnung, zurückzuführen.