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seinem eigenen Wachse, welches von besonderer Güte war,drei große Kerzen gießen und dieselben am Vorabendedes Festes zu Ehren der heiligen Jungfrau, des heiligenPetrus und des heiligen Johannes des Täufers auf denAltären dieser Heiligen aufstellen und anzünden. Er hatteeinst in einem Gesichte diese drei Heiligen als seine Führerdurch's Leben erkannt; sie sollten nun auch im Tode diescheidende Seele in Empfang nehmen.
Die Krankheit hatte ihn dermaßen aufgerieben, daßvon seinem ganzen Körper nichts mehr übrig war, alsKnochen, durch Sehnen zusammengehalten und mit Hautüberkleidet. Dennoch ließ er nicht ab in Andachtsübungenzum Lobe des Herrn. Beim Anbruche des gedachten Fest-tages nun brachten beinahe sämmtliche Priester seiner Dom-kirche, wie sie täglich zu thun Pflegren, das heilige Opferfür ihn dar; und vor versammelter Gemeinde im Hausedes Herrn wurde über einen Text gepredigt, den sich derSterbende eigens gewählt hatte. Erst nach vollendetemGottesdienste nahm er etwas Speise und Trank zu sich,und verwendete sodann beinahe den ganzen Tag aus dieSorge, den Seinen an's Herz zu reden und das Feuerdes Eifers für den Dienst und die Ehre Gottes in ihnenzu entzünden. Bald sprach er zu Allen insgesammt, baldermähnte er Einzelne zur Erfüllung ihrer Pflichten. Ameindringlichsten empfahl er seine Mission. Auch die Nachtnoch brachte er größtentheils mit solchem Zuspruche hin.Dann bat er die anwesenden Brüder, welche Litaneienbeteten und Sterbepsalmen sangen, sie möchten auch einLied zum Preise des Herrn singen. Darauf stimmten sieden ambrosianischen Gesang an: „Herr Gott, dich lobenwir!" Mit dem Anbruche des Morgens brachten wiederbeinahe sämmtliche Priester das heilige Opfer für ihn dar;