Band 
Sechster Theil.
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er aber empfing den Leib und das Blut des Herrn undbetete darnach mit zum Himmel aufgehobenen Händen,wer irgendwie gegen ihn gefehlt hätte, dem möge es Gottnach seiner Liebe verzeihen. Darauf begann er häufig dieSprüche zu wiederholen: „Gedenke meiner nach deinerBarmherzigkeit um deiner Güte willen!" und „Gott seimir Sünder gnädig!" und „Vater, in deine Hände befehleich meinen Geist!" Wie er zuletzt nicht mehr sprechenkonnte, hieß er einen Bruder diese Sprüche an seinerStatt beten. Dann hauchte er, den Blick nach oben ge-richtet, seinen Geist aus. Er starb zu Bremen am 3.Februar des Jahres der Gnade 865, in einem Alter von64 Jahren, und ward in seiner Cathedrale, der Kirchedes heiligen Petrus, allda bestattet.

Zehn Jahre vor ihm, im Jahre 855, war KaiserLothar als Büßer im Kloster gestorben; eilf Jahrenach ihm, im Jahre 876, starb auch Ludwig, der ersteSelbstherrscher Deutschlands, auf seinem Throne, ein Jahrdaraus, 877, Karl der Kahle, Ludwig's des Frommenjüngster Sohn, König von Neustrien oder Frankreich, seiteinem Jahre zugleich Kaiser und Herr von Italien undLothringen, durch Meuchelmord.

8 7. Nachtrag

über die fernern Schicksale der Nuffion des Nordens,namentlich die Gründung eines dänischen Episcopats unter derdeutschen Metropole dieser Mission.

Ludwig der Deutsche, der große König, oder wieihn Adam von Bremen nennt, „Ludwig der Fromme,der große Kaiser", hatte die Normannen durch Verträgeund Furcht so gezügelt, daß sie, die doch alle Frankenlande