I.
B o d m e r.
E r st e r A b s ch n i t u
I u g e n d g e s ch i ch t e-
^odmer ward im Jahr 1698- den 19. Julius auf denrLande , zu Greifensee, gebohren , *) wo sein Vater diePredigerstelle bekleidete. Seine Mutter siamintc ausder ansehnlichen, ursprünglich welschen adelichcn Fa-nnlie prellt. Die Revier um den Ustcrbach, welchersich nicht ferne von seinem Geburthsort in den Greifen-fee ergießt, ist vielleicht eine der romantischtcn Gegen-den in der Welt. „ In meinem achtzigsten Jahre „
< lesen wir in persönlichen Anekdoten, die er im ÄprillA. 1777. geschrieben) „schweben mir die Bilder, die„ sich davon in mein Gehirn geprägt hatten , noch solebhaft vor Augen , daß ich jeden Hügel, jede Ver-bi- tiefung, jeden rieselnden Bach , jeden Baun,, jeden»> Marchstein vor mir sehe. In der westlichen Ecke des« Horizontes erscheint mir das Schloß Rcgcnsperg, wiees sich in wcissem Cchinimer thürmet : Gegen Süd-,» ostkn bekränzen mir den Himniel die GlarnerschenAlpen. Don dem Hügel zwischen Greifensce und Uster,w worauf Wilsberg gebaut ist, und wo einst der Alle- 'm manne seinem Lettischen Abgotte, Krodo , Pferde ge-
**) Von seiner Bestimmung zum Dichter bey seiner Gcburlh , sehemn» eine schöne Stelle aus einem Pamphlet, mit der AufschriftMelißua, welches er mk Jahr 1779. schrieb, in Leplage Nr& L
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