Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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4s Beschreibungen und Discurse ausfinden, wellcht dieWerkstatt eines ehrlichen Mannes so angenehm machen„ werden als Euer Musaum. Was Ihr übrigens in-- dem Discurse von der Thorheit *) von Aristoteles anst„ geworfen habt, da bedänkt mich , daß Ihr ihm oft„ zuviel thut. Ihr seyt verwegen, daß Ihr einen Authorverurtheilt, den Ihr nicht gelesen. Ich kann mrr nicht» einbilden , daß Ihr das geringste Buch dieses gclehr--- ten Manns gelesen. Enfin , wollet Ihr den Darerlehren Kind machen »? —Diesem Schreiben war aber-mals ein Blatt, das unser junge Mann für den Sitten-maler bestimmte, beygelegt. In einer gewissen Bezie-hung sieht man darinn abermals schon den ganzen fol-genden Bodmer. Der wesentliche Jnnhalt desselbengieng dahin : „ Die Poesie ist eine Gcschicklichkeit, hohe» und seltene Gedanken mit nachdrücklichen und natür-„ lichen Redensarten auszudrücken. Nach dieser Defini-„ tion giebt es auch Poemata in ungebundener Rede.» Wenn ich grösste Thaten und tugendhafte Schlüsse nritzierlichen Expr-eßjonen beschrieben lese, mit regulirtenm Methaphoren,, mit Feuer und Scharfsinnigkeit, so laßn ich den Authop für einen Poeten Paßiren, ob er gleichx in Prosa geschrieben hat. Hingegen , wann ein Scri-» bent mit kahlen Worten , mit frostigen Ersindungen-- und dachtlosen Gedanken aufgezogen kommt, so gönne« ich ihm nicht einmal den Titi, ( l Meistersangers „ wenn» gleich seine Reimen unverbesserlich sind. — Ockch willi, ich endlich um ihrer Gravitat' und Symmetrie willen» lcidell , daß man den Versen Aüsse machen oder sie auf->- die Beine stellen mag. Inzwiischen will ich alle Kräftemeiner Eloquenz und Authoritaf zusammen spannen,„ damit eine Bill aus der Canzley des Parnalle, Signe

*3 Der , dessen gleich oben, unterm izten Februar, Erwähnunggeschieht.