Kind. Die Mama pickt auch darein, uiid erinnert sichin einem guten Roman gelesen zu haben , daß solche ge-besserte junge Leute meist noch die bcßtcn Ehemänner ab-geben. Den Ausschlag endlich giebt die thörigte Eitel-keit , mit welcher sich nicht selten junge Frauenzimmer,zumal wenn sie sich auf ihre Reitze wirklich etwas zu gutthun dürfen, selber schmeicheln, solche Wildfange zu fixi-ren; und überhaupt die Bereitwilligkeit der mehrern ausihnen, nach kurzen Grimacen, den Mannspersonen nichtsleichter zu vergeben, als die noch so frevelhaften Strei-che , womit sie anderm Weibsvolke mitgespiel: haben.Und eben dieser unseligen Schwachheit des schönen Ge-schlechts haben wir's zu verdanken , daß die -erruchteZunft der Lovelacen von Tag zu Tag zunimmt, welche,so bald sie nur einen Gegenstand gefunden, den sie einerkurzen Verstellung werth geachtet, mit Erreichung ihrerAbsichten in einer Viertelstunde weiter kommen, als sonstEhrenleute in einem Jahr. Wie manchem Frauenzimmerindessen eine unüberlegte Einbildung , zu vcrbcfcrn wasunverbesserlich, und zu ertragen was unerträglich ist, dieGlückseligkeit ihres ganzen Lebens, und, durch einennur allzugewohnten Sprung, den Verlust ihrer eignenEhre und Tugend gekostet hat, ist eine bald alle Jahreinmal sich bestätigende Erfahrungssache. Möchte sie aberauch zugleich für diejenigen aus diesem Geschlecht, wel-che noch in sicherm Port stehen, ein Fingerzeig seyn , sichNicht inchr so oft wie bio dahill ist'!! (UT l'tillttfltin Anstsenseite gewisser Mannspersonen b'erncken zu lassen,welche, bis sie ihren Raub erhäscht , den Teufel so mei-sterhaft unter den Eilgeldes Lichts z,u verbergen wissen;bald aber die Maske vom Gesicht ziehen — und es weiterNicht zu verheclen suchen, daß es Menschen gebe, die esin einer ungeheuern Verkehrtheit des Herzens so weitgebracht, daß sie — kaum kann ich die Worte aussprc-
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