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VIII.
Auf Bodmers Tod.
A,
2)odn,er! Wenn dein unsterbliches Ohr noch sterblichen Liedern,Und dein Herz dem Gefühl klagender Liebe sich neigt;
Wenn nicht das Rauschen der Harfen am Thun, und das HallclujuDeines vollendeten Lieds, schon dich der Menschheit entzog;
O so höre die Klage des Jünglings , den du geliebt hast,
Da dein silbernes Haupt hin nach dem Sarge schon sank.
Sieh, da blickt er dir nach, wo du wohnst in den Hütten des Friedens,Wie , da du lebtest, zum Tag deiner Umarmung , und weint!
Ja! wir haben geweint! Statt des stehen ein trauriger AbendDampfte der Saiten Ton, hemmte den Jubel des Horns,
Da uns kund ward: Bvdmer ist todt!—Der Becher, zum KreisenSchon gehoben , sank in der erschütterten Hand!
Ä* Du weist es! Wir eilten hinweg! — In der einsamen KammerSassen wir, Hand in Hand ; schwiegen und senkten den Blick.
Endlich drücktest d» mich ans Herz: — »So plötzlich! Und heute!
» Ach! wir wellten uns freun ! Und da sind Thränen des Lieds !
» O daß Wahrheit wurde die Ahndung deines Gesanges:
» Wenn ich komme, so ruht Bvdmer im heiligen Grab!«—
Und ich gelobt' es : Ich walle zum Grab! Und halten will ich es XWallen will ich , und still trocknen die Augen , und gehn!
O was wäre sein Handdruck gewesen ! Sey es von seinemHügel ein Blümchen nun l Meine Reliquie dieß!