Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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neu. *) Was hingegen ihre Richter daran tadclnswürdiggefunden, bestuhnd wescurlich in folgendem. Uebcrhauptschalten sie darauf als auf eine Neuerung für Kirche undStaat , von den gefährlichsten Folgen; wagten die selt-samste Muthmassungen über irgend einen vermeint ver-borgenen Sinn der einfältigsten Worte, und inquirirtenordentlich auf den weitgefuchtesten Argwohn; endlichaus der passendsten Metapher, und noch minder aus derOratio morata , konnten sie niemals klug werden. In ei-nem der genannten Blätter wollten sie nicht leiden, daßman darinn den Schöpfer Meister der Existenz ge-nannt ; aber Brunnquell des Lebens war ihnen recht.Das Galimathias in andern Stücken war ebenfalls einenatürliche Folge der Gefälligkeit, die man für sie habenmußte. In einem derselben , wo man von der Tugendgeredt , sollte man (hecht es) ihr die Eigenschaft beyle-gen , die aus dein Glauben kommt. Noch in einemandern verbot man, den Merkur : Grosser lVlereure ! zunennen. Die Feldmaus in der Fabel endlich durfte derStadtmaus nicht Adieu sagen, sondern: Gehabe dichW0l)l!

Mit erstem May wurde die vorhabende Ausgabe desSittenmahlers durch ein kurzes Programma dem Publi-kum bekannt gemacht, ***) und, nebst Mittheilung des-selben verschiedene Gelehrte an andern Torten der Eyds-genoßschast ersucht, an dieser Arbeit thätigen Antheil zunehmen ****). Solches geschah unter anderm gegen denProfessor Läufer von Lern; und die Gesellschaft scheintdie darauf erfolgte vortrefllche Erinnerungen und Ein-

*) S. Beylage A Wo. X.

**) S. Chroiiick der Mahler, in einem Schreiben au Aodolph

von, ZO. des folgenden Lktob. dieses Jahrs.

»*») S. Beyl. A>-> XI.

«**) S. Beyl. Xro.. Xil,