*, Freundschaft gemachet haben. Ich will zwar nicht sa-„ gen , daß in dieser Aehnlichkcit, von der ich rede, nicht„ die geringste Disproportion seyn müsse; aber es mußu doch keine constderable seyn , und diese muß von einerx> umgewechselten Complaisance wieder gut gemacht wer-» den „. Wie fein ! — Hinwieder aber den Satz zu be-weisen , daß im Grund zwischen wahrer Liebe und Freund-schaft kein Unterscheid sey, heißt es mit einer Roheit,die sich freylich ein Addlson oder Steele auch im Traumnie hatten zu Schulden kommen lassen : »Die Paßion,» welche öfftcrs mit dem Namen der Liebe beehret wird,„ da Personen von ungleichem Scxe , ohne andere Be-» tracht« ngen als der schönen Farbe, der delikaten» Haut , der artigen Geberdcn, ein Eommcrcium auf-» richten , verdient eher den Titel einer brutalen Brunst,» weil ein solcher Amant sich allein von dem Fleisch» kommandiren laßt, u. s. f. »—„ Zwischen Vatern und» Kindern kann die Freundschaft nicht statt haben. Der„ Respekt !, welchen diese den Eltern schuldig sind, isteine Gachung Furcht, und wird in unsrer Sprachemit einem! neuen Worte gar wohl Ehrfurcht genannt;» Nun kann ich keine vollkommene Vertraulichkeit mit» einem haben , den ich fürchten muß. Die Väter kön-» nen nicht alle geheime Gedanken den Kindern commu-» niciren , und die Kinder können nicht ohne Uebelstand->- ihren Eltern Correctionen , Vermahnungen , Lehren,» Verweise geben ». Wie richtig !
In dem dritten Blatt: Von der Furcht vor dem To.de bemerkt B. gleich Anfangs : ,, Daß die Furcht vor» dem Tode nichts anders sagen will , als die Furcht» vor demjenigen Zustand , welcher auf den Tod folgen» wird , oder auch die Furcht vor den Schmerzen, wel-» che man sich einbildet daß ein Sterbender habe; denn,? der Tod ist an sich nichts als ein Name, Der noch