Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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„ lebet, empfindet ihm noch nicht, und der gestorben„ ist / hat ihn schon cimpfunden. Zwischen lebend und„ gestorben seyn, ist kenn mittlerer Zustand Wir starkund wie helle! — „"Es ist nicht wahr, daß dicjennir„ gen Schmerzen , weelche in den Tod versenken, ungcr„ stummer seyen als amdcre, die wir schon in Krankheitten ausgestanden halben, von welchen wir uns erho^„ let. Es gicbct vielmehr eine Anzeige, daß sie gerinn„ ger seyn müssen , weil ihnen in einem abgemattetenund schwachen Leib veniger Widerstand gemachct„ wird; derselbe weichet md giebet den Schmerzen nach,„ er hat den größten Tleil der Empfindung verloren.„ Auch kann dieser Augenblick, da die Seele nach dem„ letzten Athem schnappet, kein Leiden oder Schmerzen„ mit sich fuhren , weil e: zu wenig dauert. Er ist so„ kurz und so nahe dem Tod , daß er uns keine Em-,,'pfindung laßt ; wir hären Zeit vonnökhen etwas zu„ empfinden 3; . Wie philosophisch ! — „ Wenn derSchmerz ungcstümm ist, so ist er kurz , und wenn er-> lange anhalt, so ist er kein. Er kann nicht allzustrem„ ge seyn , ohne daß er fch oder der Person die er am„ gegriffen hat, ritt End- mache

Der fünfte Discours handelt vom Gefchichteschrei»bet», »odiner theilt die Historiker in drey Classen. Indie erste setzt er die Copisten , in die zweyte die Critici ,in die dritte die Originale. „ Dic Requisita von einem„ aus der ersten Classe (sagt er) sind die, daß er könne„ lesen und schreiben, daß er gerne sitze , daß er neubc-,3 gierig fei?e. Don dieser Art sind die Compilatores„ des Europäischen Theaters, und die meisten von den55 Chronickschreibern des Schweitzerlandcs Die

r, critifthen Historici sind solche, welche über der rohen„ und ungestalten Materie der Copisten arbeiten. Siesr brauchen ihren Verstand und ihren Witz dasjenige aus-