Aufwand auf diese unerschütterliche Mauer habe gehenlassen, um ein Land einzuzäunen, welches sie zum un-verletzlichen Zufluchtsort der Freyheit bestimmt zu ha-den scheint. (2)
(2) Die Schweitz ist von der Natur ausgezeichnet, um stey zu seyn.Speculatione» der Politick und Ecoberungsgrillen richten gegenden Willen der Natur nichts aus. Selbst zu der Zeit, da die-selbe unter Herreni stand , hatte sie besondere Vorrech-te, Ausnahmen, Freyheiten; sie war schon da republiea-nisch; und nie hat die Unterdrückung sie ihr schweres Gewichtweiter fühlen lassen , als so viel es nöthig war sie zu lehren,daß sie gemacht wäre, um frey zu seyn.
Die höchsten Viehweiden der Schweitz tapeziren dieEbnen dieser Berge, und das Aug sieht sich mit Lust nachden Wohnungen und nach den Heerden um, welche dieColonien des Cantons ausmachen. Alles kömmt ausdiesen Alpen; denn das Vieh vermehret sich eben dor-tcn. Politische Anordnungen haben neben diesen Wie-sen wenig zu bedeuten. Und was wollen auch wirk-lich kleine Manufackturen sagen, die sich bloß auf einProjeckt gründen, und durch die erste beßte Concurrenzzernichtet werden; denen der Menschen Existenz ein Spielist, indem sie einen Augenblick die Volksvermchrungbegünstigen, aber dasjenige, was sie zu nähren verhieftsen, bald dem Hunger bloßstellen? — Was von derMode abhängt ist veränderlich, wie sie selbst. Alle Pro-duckte der Industrie können hingegen den Alpenbewoh-nern fehlen; ihre Berge, und nur diese allein werdensie niemals betrügen. Sie sind die ewige Gewährleiste*ihres Reichthums und ihrer Freyheit; aber dann setzensie freylich ihrer Population Grenzen , welche zn über-schreiten es gefährlich seyn würde. Die Mittel, dieselbetrotz ihres Bodens zu verstärckcn , sind in ihren Hän-den; wollten sie aber Gebrauch davon machen, so wür^