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Grubemann scheint bey diesem Werk der Vollkommen-heit in seiner Kunst sich noch um einen Schritt mehr ge-nähert zu haben. (4)
(4) Auch diesen letzten Schritt har er gemacht, da er die Drückezu wettingen, eine Viertelstunde obwerts Bade», über dieLimmath baute. Diese hat in der Länge vier und achtzigSchritte, und nur Einen Bogen, der durch zehn Unterbalkenformiert wird, die gar künstlich unter einem wirklichen hölzer-nen Gewölbe von geringer Krümmung, dessen Oefnung über dieganze Brücke weggeht, aufgehängt sind.
Glarus ist wegen seiner Lage, seiner Grösse, der Höheseiner Häuser, und der Anzahl seiner Einwohner, dietheils Catholiken, theils Protestanten sind, merkwür-dig. Beyde Religionen haben nur eine und dieselbeKirche. Die kleinen Manufacturen, welche hier beste-hen, sind von gleicher Art, wie die in denen benach-barten Eantons. Man muß aber bey denen zurAusfuhr dienlichen Artickeln des Landes den Schab-zicger nicht unbemerkt lassen, den man ganz uncigent-lich Rräuterikäs nennet. Er wird aus der Admilchoder dem Bo densaz von dem wäßrigen Theil der Milchgemacht, der sehr viel abwirft , und ganz fest ist. DieseAbmilch, welche, wie man siehet, von dem käsichtenTheile ganz verschieden ist, wird mit den gctrucknetenBlättern einer Art wolriechenden Klees, die daher Tri-folium odoratum heißt, durch einander geknettet, undmacht einen tmckenen Teig, der auswendig wieKasaus-sichet, und auch eben so gegessen wird. Derselbe ist einunerschöpflicher und also sehr kostbarer Handelsartickel.Nltr Appenzell concurrirt bey der Verfertigung diesesKäses, der jedoch dem Glarnerzieger an Qualität nichtbeykömmt.
Zu der Zeit, da ich mich in Glarus aufhielt, warvon einer allgemeinen Landsgemeinde die Rede, die au-