verschiedenen Gründen verzögert, und alle Tage wiederaufs Tapet gebracht ward, bis sie endlich auf die letztenTage des Monaths festgesetzt zu werden schien. Einerder Hauptgegenstande.dieser Versammlung war die Dia*tificatiou des Bündnisses , das schon vorläufig zwischenFrankreich und den verschiedenen Gliedern des helveti-schen Staatskörpers abgeschlossen worden. Eine respec-table Magistratsperson des Cantons, den ich anderswokennen gelernt hatte, und der, nachdem er mich, mitaller Wärme eines Freundes, zu Glarus empfangenhatte, mir nun auch alle landesübliche Höflichkeiten,mit einer nur bey dieser Nation zu findenden Herzlich-keit erwies, versicherte mich, ich könnte dieser Landes-gemeinde beywohnen; und er wollte mir das für einenFranzosen gewiß empfindliche Vergnügen machen, Re-publicaner zu sehen, die sich frey und ungezwungen alsFrankreichs Freunde erklärten. Ich nahm sein Anerbie-ten an; weil ich aber noch einiche Exkursionen in der Nach-barschaft zu machen hatte, so verreiste ich mit dem Ent-schluß , auf die bestimmte Zeit wieder hier zu seyn.
Ich will meine kleine Reise nicht beschreiben, theilsum nicht Herrn Coxe vorzugreifen, theils um den Lesernicht mit Sachen zu unterhalten, die mich schlechterdingspersönlich angehen. Von letzter» will ich nur so viel sa-gen , daß ich zu Zürch meinen wackern und getreuenReisegefährten, mit welchem ich in die drey Monate diewildesten Gegenden des Schwertzcrlaudeö durchwandert,entlassen habe.
Den 2;sten Julius langte ich wieder zu Glarus beymeinem verehrenswerthen Freunde an. Unterwegs trafich aufeincn Landmann ab den Alpen, der sich dem Mittel-punkt des Cantons näherte, um der Landsgemeinde bey-zuwohnen , und dessen Unterredung nicht wenig dazubeytrug, mir den Weg auf die angenehmste Weise zu ver-