tons; der andre Theil ward auf die Röpfe verlegt. (6)(S) Wenn die Landsgemeinde eine Geldbuße bestimmt, so stießtbet daher kommende Vertheil allen Mitgliedern zu gleichenTheilen zu. Sie legt demnach alle ihre Bussen auf den Ropfgerechnet, an; das eintemal für alle Stinnnehabendcn; einandermal nur für die an der Landesgemeinde Gegenwärtigen;noch ein andermal ohne Unterschied auf alle Köpfe deö Cantons,was Alters oder Geschlechts sie seyn mögen. Eine Busse voneinem Gulden auf den Aopf, im letzten Verstand, richtet dasbeträchtlichste Vermögen in einem solchen Lande zu Grund.
Wahrend des Sonntages kamen die Stimmehabendevon allen Seiten zu Schwanden an; und da man sieitzt beynahe vollzählig fand , so begab man sich Morgensdrauf auf die Ebene , wo sich die Landsgemeinde ver-sammelt. Dieses ist eine Wiese , einiche Morgen groß ;wie schon gesagt, nahe am Flecken Schwanden, andem Fusse eines Berges gelegen. Eine vierfache ReiheStühle war da schon aufgestellt, und formirte einen Zir-kel von mehr als dreyhundert Schuhen im Durchmesser.Die Obrigkeit hatte ihren Platz in dem innern Zirkel ein-genommen. Das Volk f ohngefähr viertausend Mann ,alles bewaffnet, nahm ohne Unterschied die übrigen Ban-ke ein ; oder man machte aus blosser Gefälligkeit nureinen kleinen Unterschied zu Gunsten der Geistlichen, de-nen man unmittelbar zur Seite des Magistrats, beque-mere Stühle gab. Der Vorsteher stand, und stützte sichauf das Freyheitsschwerdt ; (7) sein Platz ist in dem( 7 ) Der Vorsteher stützt sich auf ein langes , schweres Schwerdtvon der Gattung derer, womit vormals die Oestcrreichcr zurück-getrieben wurden. Dasselbe hat gar keine Verzierung ; es istdas Schlachtschwerdt irgend eines wackern Patrioten aus demvierzehnten Jahrhunderte. WaS das in der Hand «ineS Repi*blikaners für ein Aepter seyn muß !
Mittelpunkt des Zirkels bey dem Landschreiber und zrvee«nen Landesboten, welche die Standesfarbe tragen. Dis