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durch das Medium eines Körpers in Bewegung darf derMahler dieselben versinnlichen.
Schwerer hält es mit den geistigen Kräften des Men-schen. Zwar gehet seine Vorstellungskraft in Begriffe, undsein Empfindungsvermögen in Gefühle über; bendc äus-fern sich auf der Oberfläche des Körpers , auf den Zü-gen des Gesichts, in Gang, Stellung und Gebehr-den. Indessen sind diese Aeusserungen nicht die Handlungselbst, sondern Symbole derselben; und ein nachgeahm-tes Symbol, wie weit steht es nicht von der lebendigenDarstellung ab ? Doch eingestanden , Nein l so folgt im-mer , daß der Mahler nichts nachbilden kann als Kör-per — und innere Kräfte nur, wo sie durch ihre Wür-kungen, oder durch der sinnlichen Symbole dieser Wär-kungen, auf der Oberfläche von Körpern dem Auge sicht-bar werden.
Diese Körper nun sind entweder in Ruhe , oder inBewegung; einzeln jeder für sich , oder mehrere nebeneinander zu Einem gleichzeitigen Ganzen , oder mehrerehinter einander zu Einer succeßifen Verbindung.
Ist der Körper einzeln und in Ruhe, so verkörpertder Mahler sein Ideal von Menschen, Thieren, Blu-men u. s. w. oder er giebt uns von jedem em Bild,das einem bestimmten Gegenstand in der würklichen Na-tur entspricht; das heißt: Er zeichnet ihn nach allen Kenn-zeichen, durch die sich derselbe von jedem andern seinerArt entscheidet. Sey es nun Verkörperung eines Ideals,oder Nachbildung einer bestimmten Sache — immer ge-währt mir des Mahlers Darstellung einen anschaust»chen Begriff von dem Individuum, oder von der Art,oder von der Gattung ; und dieß wäre mehr als keinDichter zu leisten fähig ist. Wie dieser sich wende, undso groß dessen Genie auch sey — so bald ich seine Schil-derungen von Schönheit oder von irgend einer körxer-