Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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9 !"cin »vnrmstichig war die Thür und hatte Spaltet?,tlnb Vorwitz juckt das Ohr der guten Alken.

Sie schleicht nu'ücf, und.drückt so fest sie kannIhr lauschend Ohr an eine Ritze,

Und horcht mit offnem Mund, und hält den Athem an.

Vberon. IV. Gest &t. 58."

— so kann der Mahler dieses Symbol des würkcndeitVorwitzes zum Theil lebendig darstellen , und ;um Theilsehr lebhaft ;u ahnden geben. Versteht er seine Kunst, sobedarf ich gewiß keines Dollmctschcrs, um den Ausdruckseiner Figur zu fassen. Noch mehr : In solchen Fallenwürkt er starker als der Dichter r da der sinnliche Aus-druck der Neugier meinem Auge lebhafter auffallen muß/als Worte meiner Fantasie nie auffallen können; undda der Dichter die würkcnde Kraft nennen muß / undder Mahler sie mir durch eignes Bemerken sicher zu erra-then giebt / so hat dieser meinen Geist lebhafter beschäf-tigt als jener / und folglich ihm ein grösseres Vergnü-gen gewahrt !

Sobald hingegen eine geistige Kraft der sinnlichenAndeutungen succeßif mehrere hervorbringt/ so schwebtder Dichterin strahlendem Lichte / und der Mahler klebtan der Erde. Was wieland in folgender Strophe sowahr und anschaulich singt —

Sie stutzt, erröthet, will entfliehn,

Und bleibt, indem sich schon die schonen Knöchel heben,

Wie in der Flucht versteint halb über» Boden schwebe»?;

Ein fremder Aaubcr scheint, auf unser» PaladinDen abgewandten Blick mit Macht zurückznziehn.

Sie steht und saugt mit gierig offnen BlickenDer Liebe s?',sses Gift und schmerzendes Entzücken.

Idris. I. Gest St. -z.

— das kann in alle Ewigkeit kein Mahler in ein Gemahldzusammendrängen ; und doch sind alle Züge dieser Schil-derung körperliche Aeusserungen , sinnliche Symbolen

Schw. Mus. Septemb. »78;. R