Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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Denn so lang dieselben in beüdcrlicher Wohlverstand-nuß, alter Einfalt, eingezogener Sparsamkeit, und wah-ren Treue zusammengelebt und diejenige Fundamental-Gesaze, so zu ihrer Frejheit den ersten Grund gelegt, sichzu einer beständigen Richtschnur aller ihrer Rathschlägenund Handlungen dienen lassen, haben sie sich hoch em-porgeschwungen , und glnklich fortgeblühct; nachdemaber durch oben angeführte Laster innerliche Fcrtrcnnun-gen , Eifersucht, Ehrgeiz, Pracht, Hochmuth, und Ver-schwenderej cingerissen, die alte Einfalt und gutes Ver-trauen sich vcrlohrcn, und ein jeder mehr aufsein eigenals des Vatrerlands Interesse die Absicht gerichtet, sciudsie endlich entweder ihren Feinden Preis, u. ihrer Frej-heit vcrlurstig, oder aber aus einem frejen Stand unterfrömde Pottmaßigkcit nach u. nach vcrsezet worden. Unddamit wir nicht zu weit von unseren Landen und Lebzei-ten uns entfchrnen, so schlagen wir nur unsere Gedan-ken ein wenig zurük auf die Begebenheiten deren dreisigersten Jahren dieses zum Ende rükenden 8ecuU und be-schauen, ob nicht das Mißtrauen, unzeitige Parkhcylich-keit, schlechte Verständniß, Anhcnkcn an fromde Herren,nicht eben diese gesegnete Pündtnerische Lande zu einertraurigen Schaubühne eines Landsverderblichen Kriegsgemacht haben ; welchem cinhcimschen Exempel Ihr U.G. L. E. u. PG. wol nachzudenken und Eucre so Heil-sambe FnuclLmental-Gesaze und Grund-Reglen Eucrcrfrommen Alt- Vordern mittelst genauer Observanz bettselben, aufs neue lebhafft zu machen, auch diese unsereaus treuem' Pundtsgenösischen Eifer für Euer Wohlwe-sen herfließcnde Vorstellungen in bestem zu vernemmenersucht seyn wollet. Da wir dann diese wohlmeinlicheErinnerungen mit dem grundhcrzlichen Wunsch bcschlies-sen: Daß der Allerhöchste Eucrn freyen Stand (so langGrund und Grälh stehet, wie die Worte in Eucrm