„ anhin — da jeder Rechtschaffene, wenn er das erstemal» am Grürlin vorbcyfchiffct, aussteigt, und ehrerbietig» den Platz besichtigt wo der Bund beschworen ward ,„ der zur Freyheit Helveticus den Grund geleget, und„ auch in der Folge jedesmal, wenn er vorüberfahrt,» die Ahnen segnet, Gott danket, der Freyheit sich freuet,„ und sich frey fühlt — so brauche es kein steinernes„ Denkmal. Und wenn — was sie nicht hoffetcn — ihre„ Söhne oder Enkel diese Empfindungen einst verlieren„ sollten, würde ein solches Denkmal der Eydsgcnoß--„ schaft so wenig nützen, als in den letzten Zeiten der„ Rcpublick dem in die Knechtschaft sinkenden Rom seine„ so häufigen Monumenre geholfen „. Ich bekenne,daß ich bald empfand, die Urner begriffen die Sachenwirklich eydsgenößischer als Herr Berenger und ich.Doch, da ich mich nun einmal verflochten fand, undUm wenigstens nichts untersagt hatte; ich auch besorgte,es möchte uns Schwcitzern von Ausländern mißdeutetwerden, wenn niemand dem Abbe Hand bieten wollte,fuhr ich denn eben fort, besichtigte das Locale , fand esvortreflich , und bestimmte schon den Platz. Allein mitden Besitzern und der Nutznicsserin des Mättlins mochteich nicht vollends zurechte kommen; auch mit denn Künst-ler nicht, der den Obelisk verfertigen sollte. Endlichglaubte Herr Raynal hurtiger zu fahren, wenn er HerrnGeneral pfyffer erbitten würde, statt meiner die endli-che Besorgung zu übernehmen. Herr Berenger und i.hstreckten darzu willig die Hände. Herr General nahmdann alles auf sich. Um aber nicht langer mit den Grüt-linbauern sich abgeben zu müssen, fassete er den Entschluß,die Säule an die Treib zu stellen , wo sie freylich vonbeyden Seen *) her, dem von Gersau und dem Urner«
*) D. h. von denen beyden Golfo's des Vierwaldstnttersteo, wel-che , bey den Anwohnern znmal, die im Schreiben genannten be-