VIII.
Sommermorgen- Gedanken.
9Ivch steht ihr munter; noch hebt ihrEure Kronen , eure Spitzen,
Liebe Blumen, liebe Gräser!
Freut Euch in junger KraftDes stischeu Morgenlebens;
Schlürft, mit unsäglicher Lust,
In des zarten WesensFein vcrwobene GangeDes balsamischen ThauesHimmlischerquickendcn Saft.
Wohl Euch, Blumen und Gräser !
Wohl dir, Paradiesestochler,
Ehle, freundliche Rose!
In dem lieblichen Morgengenuß.
Aber ach l Sie steigt, die Mttagssvnue !
Mit ihrer StralenlastWird sie biegen Eure Kronen,
Wird sie biegen Eure Spitzen!
Unerbittlich strenge
Wird sie schmachten Euch sehn !
Sey gnädig ihnen, o MutterAlles Lebens, Natur!
Laß verschmachten sie nichtAn der übergewaltigenTagesherrscherin — Und o iDaß doch keiner erlige,
Den des irrdischen LebensBrennender MittagBange durchglüht!
tkbenderst