Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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n ben, so finde ich keine andre Ursache, als weil der„ erste von diesen belebten Seelen gewesen , welche weit„ zärtlichern und hitzigern Affeeten unterworfen sind,„ und viel geschwinder Liebe für ein Objectum fangen ,„ als andere unachtsame und dumme Leuthe. Ihr wer-„ dct einen Affect allezeit natürlicher ausdrucken , den„ Ihr in dem Herzen fühlet, als den ihr nur simulieret.„ Erst wenn die Leidenschaft Eure Imagination beglei-„ tct, wird sie Euch alle Figuren der Rhctorick auf die-- Junge legen, ohne daß Ihr sie studieret. Zertheilet» und erleset die Harangue einer Frauen, die ihre Magd35 von Herzen ausschiltet, ihr werdet es also finden ».Ungemein lebhaft redt er von der Leichtigkeit, womit derDichter, welcher seine Einbildungskraft mit zahlreichennnd schönen Bildern wirklicher Sachen bereichert hat,dieselben , so oft er will, wieder zum Gebrauch hervor-holt: „ Wie er, in sein Cabinet eingeschlossen, und vonkeinen andern Gegenständen umgeben als von seinenv Büchern, sich eine Schlacht, einen Sturm, einen„ Schiffbruch, u. s. f. zwar in derselben Ordnung„ wieder vorstellen kann, in welcher sie ihm einmal vor-- dem Gesicht gestanden sind : Wie alle die Affekten, die» ihn vormals besessen , in ihm wieder rege werden,-5 und ihn erhitze» nicht änderst als wenn er sie wirklich3, in seiner Brust fühlte „ Sitzt er in dem Schatten35 einer ausgespannten Eiche , von allen Neigungen der>5 Liebe, des Mitleidens, der Traurigkeit, des Zorns,35 frey und unbeweget, so bringet ihm doch die Starke35 seiner Imagination alle die Ideen wieder zurück , die-5 er gehabt hat, als er wirklich verliebt, mitleidend, be-3> trübt, erzürnt gewesen u. s. f. Bey dieser Gelegen-heit wird Besser gelobt , 55 der an einem der größten35 Höfe von Europa lebt, und der seine Verrichtungen.j, für den Staal seines Monarchen und für die Musen