Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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>5 klug seyn will , wie ?1fron , der ein Galimathias,„ das mir in der Hitze zu schreiben entgangen ist, einzig» erhebet, und die guten Stellen, die mir die gesunde„ Vernunft dictiert hat, ohne Quartier heruntermachet,

alsdann belaufft mir die Galle das Herze, und ich„ brenne vor Begierde , ihn einen Narren zu heisscn :„ Und wenn mir nicht erlaubet ist zu schreiben, so will„ ich die Erde aufgraben , und wie jener Barbierer durch» eine neue Erfindung lassen ruffen : Midas, der Rönig» Midao, hat Esels-Ohren „ ! Beyläufig wird in die-sem Blatt der Frau von Gcudcry, Lohenstein, u. a. ihresGelichters manches ans Bein gegeben.

In Nro. XXIII. von Bodmer und Lreitinger ge-meinschaftlich verfaßt, reden sie von den Vortheilen, wel-che die Verfasser einer Schrift wie die ihrige ist, von demUrtheil des Publikums ziehen können. So hatten siez. E. daraus den herrschenden Geschmack des Pöbels ih-rer Vaterstadt und zum Theil der ganzen Schweitz, inSachen der Litteratur, kennen gelernt; hingegen, vielUnterricht von vernünftigen Kunstrichtcrn wohl erwartet,aber wenig erhalten : » Es sey ( heißt es) daß dieselben„ unsere Schrifft der Eritiq nur nicht werth gcschatzet,„ oder ( denn man muß nichts vergessen) daß wir wenig„ vernünftige Criticos haben „. Um nun ihre Selbstver-laugnung zu zeigen, machen sie einen Versuch, sich selbstaufs schärfste zu beurtheilen , und zu dem End eine hüb-sche Anzahl nicht etwa blosser Druck - sondern vielmehrSachfehler in den bisherigen Blattern zu verbessern , undbesonders verschiedene darin» vorgekommene französischeWorte mit deutschen zu ersetzen.

Das Xro. XXIV. endlich von Lreitinger ist gegenden Wahn gerichtet, daß die Gelehrtheit einen vor.zug vor der Weisheit habe. Launigter Brief an dieVerfasser von Siblophilo , welcher die Register für die