Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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meßen , so verlieren dergleichen anscheinende Widersprü-che mit einmal ihre Stärke. Kaum hatten sich die Can-tone mit Galeaz und seiner Mutter ausgesöhnt, alssie ihre Boten nach Mailand schickten, und das Herzog-liche Haus gegen den Ursurpakor Ludovic Moro in Ruhesetzen wollten. Sie thaten diesen Versuch mit ungleichhöhern Machten; aber er war eitel wider einen so ver-schittitzten Bösewicht. Glücklicher waren sie in ihrer Ver-mittelung der Streitigkeiten zwischen dem ErzherzogeSiegmund und den Grafen von Würtcmberg; zwischeneben diesem Fürsten und den Graubündtnern, *) demBischoffe von Augspurg und dem Kloster Ottobeurcn,den Grafen von Thierstein und der Stadt Solothurn,u. s. s. Aber eben dieses gereicht den Eydsgenoßen indem Burgundischen Zeitalter zum Vorwürfe, daß sielieber an den Höfen herumzogen, fremden Streit zuschlichten, Condolenzen und Glükwünsche abzustatten,und allenfalls, wie der jüngere Ritter von Bubenberg,mit jungen Fürsten über Meer zum H. Grab zu reiten,als dem Herd ihres eigenen Vaterlands zu hüten , unddem Krebs zu wehren, der unterdeßen zu Haus an demGemeinen Wesen ihres Bundes nagte, und, wie wirwißen, nun emf einmal losbrach.

H. H- Füßlt.

*-) Wegen der ltzerichtc im Prettigäu; welche nachmals den Schwa<benkricg mit veranlaßt haben.

Schw. Mus. Okt-h. 1783.