Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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chenmagd hat ihren reglirtcn Ausspan < •) nimmt denKellerschlüssel der Hausmmtter unter den Augen aus demBüffet , wenn der Vetter Schuhknecht aus der Heimachkömmt , und macht sich den Caffee, wenn sie etwa spatin die Nacht hinein scheue-rn muß, weil der Herr am fol-genden Tag etwas — beym Cyd wird **). — Wie esnun bey solcher Confusionswirthschaft nach und nach mitder Oeconomie des Hausvaters aussehen mag, wennschon im Grossen ein Hübsches gewonnen wird, daskann ein Blinder sehen. So lang es, alle dieses Unwe-sens zu Trutze, noch erträglich / oder durch einen besondernGlückstern gar noch gut geht— so ist es ja noch alle Zeit;fangt es an zu hinken / so ist es schon verschütteter Hirs,und mag man nicht wehr hincinsehn.

Und nun die Nutzanwendung über das Haus - undEhewesen, welches wir so eben in einigen von seinenHaupttheilen zergliedert haben ! Es ist augenscheinlich ,

*) Man verzeihe mir diesen, nnb oben und unten noch manchen andernPrvviuzialausdruck. Etliche triftige Wahrheiten meinem nächstenPublikum recht eindrücklich darzustellen , ist hier mein Ziel; undich weiß nicht . ob gewisse ganz andre Schriftsteller als ich nichtbin sich ein weiteres und höheres vorsetzen sollten , wenn es ihnennämlich mehr um Nutzen, als eiteleu Schriftstellerruhm zuthun ist. Das gleiche gllt von etlichen in diesem Aussatze vorkom-menden , derben — ja, wird es heissen , nur allzuderben — übri-gens ganz deutschen Redensarten. Was ich schon hundertmal ge-dacht, muß ich hier einmal öffentlich sagen : Wenn Michel tttonstagne noch einmal auf Erde — versteht sich incognito — erschei-nen , und reden oder schreiben wollte, wie er's Weiland zumNutzen und Frommen der Nachwelt gethan ; mit Jagd- und —Schvoßhunden , würde der trefliche Mann bald aus aller gutenGesellschaft weggehetzt sepa.

**) So wenig Auswärtige dieß verstehen könne«, würde hingegenfür die Einheimischen jede Anmerkung hier — alli» dumm lassen.

ll?r»nle»t cum eceteris !