ists, daß sic von allen erwachsnen Gliedern des Hauses —denn äußert dasselbe kommen sie selten — nichts alsLiebe, Eintracht, Freude und stilles Wohlleben sehen.Da ihr Ohr von keinem unanständigen Wort , ihr Augvon keiner unsittlichen Handlung, und kurz ihre jungeSinnen von keincrley Aeußerungen heftiger, oder nie-driger Neigungen und Leidenschaften gerührt werden, sokönnen auch sie nicht leicht in grobe, wenigstens in keineboshafte Fehler verfallen; sie werden niemanden Vorsitz-lich necken, oder an seinen Geschäften und Vergnügenstören u. f. f. Da man ihnen aber hinwieder — das äl-teste ist schon eine halbe Jungfer — Jahr aus Jahr einvolle Freyheit gönnt, in so fern sie solche nur nicht ;irrKränkung andrer mißbrauchen, da man ihrem einmalerkannten guten Naturel freyen Zügel schießen , und siemit ihren cörperlichcn und Geisteskräften, mit ihrer klei-nen Kasse f besonders aber mit ihrer Zeit, ohne Einredeschalten und walten, und den Lehrer z. E. fortschickenlaßt, wenn eben s'Reitwetter einfällt, so werden dieSöhne leichte Bürschgcn, und die Mädchen verzärtelteTäubchen und Huhcjatöchtergen. Jnöstirt allenfallsein Freund des Hauses auf einer vernünftigern Liebe undZucht, so sagt der Papa : Was wolltest du wißen! unddie Mama: Behüt uns Gott! Und bey>e singen: Lustund Liebe zu jedem Ding u. s. f. — Oi, Amge ist nur,gute Leuthe! ob nicht, Zehn gegen Ei"sllesctzk, die Lustzur Mühe und Arbeit — ich rede noch tzvll derjeni-gen , welcher sich kein Mensch entausscrn Im — ob, sag.ich, diese Lust, ohne Angewöhnung, ctwi Niemals kom-men dürfte? Nun: Dillcicht gcrath's! Aber das heißtmir in einer wichtigen Sache gespielt , vr lieben Hud-ler Jhr! Das bcßte endlich ist, daß Cure Kleinen ge-wiß Eure uneingeschränkte Gutmüthigkcit eben; und daßch-re Liebenswürdigkeit, Unschuld, und naive Anmuth
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