Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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„ ein Fürst des deutschten Reichs/ das Recht alle jene„ Gemächlichkeiten zu genießen, die mit seiner Würde„ verbunden sind. Es ist zwar ein Seminarium in Ko-„ stanz, aber es sind kerne Schweitzer darin : Das Kost-„ geld welches man daselbst fordert, wäre ihnen zu viel;„ und überdas würden schweitze'sche Geistliche, die ihre„ Erziehung aus einem schwäbischen Seminarium hol-« ten, vielleicht eine allzu deut'che Denkungsart einsau-„ gen, die sich mit der Regierungsform der Schweitzcr-,3 Kantons nicht wohl vertrüge. Die französischen Se-„ minarien sind dieser Unbequemlichkeit nicht unterwor-„ fen, weil diese Krone unsre älteste Freundin, und un-,3 sie natürliche Vormauer ist. *) Die schweitzerschen Kan-,3 didaten des Priesterstandes haben in Kostanz ein nur,3 sehr gelindes Examen auszuhalten; sie bringen schon,3 einige schriftliche Attestate mit sich dahin , und ver-„ möge dieser ist ihr Examen, besonders seit Aufhebung3, der Jesuiten, noch gelinder. Diese Attestate und die,3 Erlegung der vorgeschriebenen Taxe sind hinreichend„ den jungen Mann zum Priester zu weihen, der dann„ bey seiner Rückkehr in sein Vaterland nichts angelcg-„ ners hat, als auf die Kanzel zu steigen, und voll,3 Ueberzeugung »on seinen Verdiensten von Pfarre zu„ Pfarre eilt, seine aufkeimende Beredsamkeit zu zeigen.,3 Er plündert den Flechier, Dourdaloue, und Maßil-„ lon, die glücklicher Weise für ihn ins Deutsche über-,3 setzt sind. Ich sage glücklicher Weise; denn, ihre,3 deutsche Muttersprache, und, wenn sie allenfalls um-„ sonst im Helvetischen Kollegium zu Mailand sind err„ zogen worden, etwas Italiänisch ausgenommen, lcr-„ nen unsre jungen Geistlichen fast keine Sprache mehr.

„ Vom Latein rede ich nicht; denn das haben sie in,3 den Schulen , und, wie ich zur Ehre ihrer Professo»*) Man bedenke, das hierein Franzose spricht. F.