„ ren glauben will, gut gelernt. De'r geistliche Stand» ist in einigen Kantons so anziehend ,, daß of: von einer,3 einzigen Familie sich mehrere Söhn«: zu Prüstern weis„ hen lassen, in der Hofnung eine guce Pfarn oder ein„ fettes Benesicium zu erhalten. Auf diese Art sind„ schon viele Familien erloschen. Es giebt ab<r auch in*> diesen Kantons vortrcffl.che Pfründe n und »eiche Kas,, nonikate, deren letzte Stuffe eine noch reichere Probsts» stelle ist; Pfarren von drey bis vrer tausind Frans„ ken jährlich; unter andern ;. B. dre Pfarre Rußweil„ im Kanton Luzern, welche gegen ioooo. Franken abswirft. Dieses Rußweil ist ein kleines Bisthum, dasin gewißcr Absicht sich mit manchem im Kirchenstaate« messen könnte; um so mehr, weil der Pfarrer nur eis,3 nett Vikarius halten muß, alfo eine eingeschränkte„ Haushaltung, ohne irgend einen besonderir Aufs*, wand , führen kann. Ueberdas haben unsere Pfarrer„ die Bequemlichkeit, sich in ihren Amtsverrichtungcn33 von den Kapuzinern unterstützen zu lassen ; und diese33 guten Vater, die allemal richtige Belohnung zu ge-33 warten haben, erscheinen jederzeit auf ersten Wink.33 Ihr Kredit bey dem gemeinen Volk erhalt dadurch» neuen Zuwachs, daß sie der Pfarrer öfters den Welts33 geistlichen vorzieht. In vielen Städten entscheidet bloß-- der Einfluß einiger mächtigen Familien bey der Vers„ gebung der Pfarrstellen : Sankt Ambrosius selbst,, ,) wenn er wieder auf diese Welt käme, und nur aus eis,3 ner kleinen unansehnlichen Familie einer solchen Stadt„ gebohrcn wäre, würde nur mit Mühe ein miktelmäss„ figes Beneficium erhalten; und sein obschon viel um33 fähigerer Mitwerber ihn verdrängen, weil dessen zahls33 reiche Familie schon zum voraus die Erbschaft ihres33 Sohnes als ein unausbleibliches Kapital ihrer Nachs33 kommenschaft ansieht. Stellen Sie sich voir, wie viel
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