Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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den: Wobey er aber wohl thut/ sich seine Unzufrieden-heit nicht merken zu lassen; denn er siebt sonst in Ge-fahr / von der harmonisch n Truppe beschimpft zu wer-den , so ehr ist di. se von ihr^r volllommenen Trefflich-keit überzeugt. In allen Kirchen hat man ciu Gemischevon italiänischer und deutscher Musik; die französischeist platterdings daraus verbannt.

In den Kapiteln und Abbteyen der Benediktiner undB'rnhardincr be'onders ist die Musik in vollem Glanz;und das wichtigste ist heut zu Tage in den Augen derschwcitzcrsche» Mönche/ wie die Landesmahre behauptet,eine schöne Stimme, oder die Kunst ein Instrument zuspielen. Bey der Auswahl der Kandidaten welche umdie Aufnahme bitten , werden diejenigen / welche einigeFertigkeit in der Vokal - oder Instrumental - Musik be-sitzen / denjenigen vorgezogen , welche nichts als guteAttestaten über ihre Studien aus den Kollegien bringen.Diese Pradilektion wird so weit getrieben , daß man sieals eine wirkliche unter ihnen festgesetzte Regel betrachtenkann ; und nian kommt in Versuchung zu glauben, daßdiese Kinder Sankt Benedikts das schöne von ihremStifter ihnen vorgeschriebene Exempel von Mortiftkationgänzlich vergessen haben , da sie in den Reißen der Mu-sik so viele Linderung für. ihre klösterliche Langeweile su-chen Uebrigens muß man sich über diese Veränderungder Klostersttten eben nicht sehr verwundern — Der Pa-triarch Bcnedikt lebte im sechsten Jahrhundert; und diegrosse Lwbhaberey seiner Söhne für die Wissenschaft derHarmonie schwächt nothwendiger Welke ihren Geschmackfür mühsame Studien , die indessen ihrem Stande dochzuträglicher waren. Der unsterbliche Pabst Bcnedikt X I V.tvar gcsinnet/ wenn er länger gelebt hätte / den Choralin'alle Klöster einzuführen , und andre Musik in densel-ben gänzlich zu unterdrücke» ; denn , was auch immer