Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
JPEG-Download
 

i i irjuii i M ^ 39?

sie mit vielem Fortgang: Dom Mabillon, di,e unsterb-liche Zierde der Kongregation des h:iligen Maurus, hateinen Panegyrikus auf denselben semem Itinerario Ger-maniae eingerückt. Die Herausgeber der Vorrede zu denAnnalen des Trithemius, die im Jahr 1690, in der Abb-tey St. Gallen gedruckt wurden, haben schon dazumalseinen Ruhm vorhergesagt: Man hat von ihm einige Lob-reden, Predigten, und einen Traktat unter dem Titel:8piritU8 duplex tmmilitatis & obedientiae. Unter an-dem Gebäuden die er zu Muri aufführen ließ, ist einelange Galerie, die man das Museum nennt: Der FürstPlacidus errichtete sie, nicht bloß um seinen eignen juttf'gen Kapitularen darin Unterricht in den Wissenschaftenzu geben, sondern allen jungen Religiösen aus der schwei-tzerschen Benediktiner-Kongregation , die man dahinschicken würde. Dieses Museum sollte also eigentlich eineallgemeine Akademie für diese Kongregation werden; aberder Tod des Stifters ließ ihn die Ausführung seinesProjektes nicht mehr sehen. Der Abbt Gerald Haimb,von Stülingen in Schwaben, sein Nachfolger, setztedieses Projekt fort; schickte den Pater Leger Meyer,von Sulz im obern Elsaß, einen seiner Kapitularen, nachParis, um in dem Kloster der St. Maurischen Kongre-gation St. Germain des Pres, wo Dom Mabillon ge-storben war, zu studieren. Dieser Pater Meyer solltedann bey seiner Zurückkuuft nebst andern Professorenam Benediktittlschen Museum als Lehrer angestellt wer-den; allein der Eifer und die Frömmigkeit des FürstGerolds fand in der Ausführung dieses Projektes ganzunerwartete Schwürigkeiten, über deiien die ganze Sacheunterblieb. Diese Akademie würde ausserordentlichenNutzen gestiftet haben, besonders nach Aufhebung derJesuiten, welche die Aebbte Placidus und Gcrold dochgewiß nicht voraussehen konnten. Die Söhne der vor-