404
senk ir , wie wir dem Rych verwant sein , das je tun ,das uns gebären will. sein auch diser Zit nit Vicari desReichs so die Königliche Maycstat unser allergnedigsterHcrix hie disseit der Gepmrg und im Rych ist,Darumb sowir so gar guetwiltiglich bisher in der fach gehandler ha-haben und nach handlcn so ist Unser Getrüwer Rath, irwöllet die Sache nit übereylcn und ob ir gleichwol inder Wehr bestecn , das ir doch mit täglichem Zugryffeneuch nit bertieffen die güetlichkeit zu verhindern. Dashaben wir üch in allein guten nit wollen verhalten.Datum Haidelberg Montag nach Cantate anno Dni. 99.
C
Mandat Königs Maximilian an die
Satt R e u t l i n g e tu
Wir Maximilian von Gottes Gnaden Römischer Kö-nig , zu allen Zeytten Mehret des Reichs, zu Hungarn,Dalmatien , Croatien König. Erzherzog zu Oestreich,Herzog zu Eurgundj, zu Brabandt, zu Geldern rc. Gra-ve zu Flandern und Tirol rc. Entbieten unsern und desReichs lieben getreuen Bürgermeister und Rath der StattReutlingcn Unser Gnad und alles Guts. Lieben Ge-treuen , nachdem in kurzverschiner Zyt Heinrich der sichnennet Bischof zu Chur etlich stuck und Güctere, darumbsich zwischend unser, als Erzherzogen je Oesterreich undGraven zu Tirol rc. Ains und Jme Andertails, Irrunggehalten über unser genugsam erbieten, Jme derhalbcngebürlichs fürkommeus und außtrags ze syn und statt zethon, inn anhangender güetlicher underthadigung, außsein selbs aigner Gewalt , unerlangt und unervolgetainichs rechten eingenommen und sich der in Poscß undGewer zu setzen unterstanden Und dicwyl wir dannochtgegen sollicher Freveln unzimlichen Handlung mit der