Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
JPEG-Download
 

421

seyd *? Aber der Herr hat eure Ungerechtigkeiten heimge-sucht; es ist also möglich , daß er auch die unsrigen heim-suche : Und wer will dem allmächtigen und allgerechte»Richter widerstehen ? Doch wir hoffen auf seine Barm-herzigkeit , der unsre Vater und uns noch niemal vcrlaffenhat. Wir wollen auf alle Weise trachten , daß die. souns übel wollen , keine gerechte Ursache, uns zu bekrie-gen, haben. Wollen sie denn doch mit uns streiten, undaus anerbohrnem Hasse unsre vom Herrn geschenkte Frey-heit unterdrücken, so werden wir uns, unter Anrufungdes Beystandes Gottes so erzeigen , wie es tapferu Leu-ten geziemet. Wir wollen lieber im Schlachtfeld wieMänner sterben, a'.s sclaoisch und schändlich uns demMuthwill des ruchlosen Soldaten Preist geben. Willuns der Feind zu keinem öffenclichcu Treffen kommenlassen, sondern durch Hunger und lange Einsperrungermüden und unter die Gewalt bringen : So soll er willsGott ein Volk an uns finden, das , zur Mäßigkeit ge-wöhnt , mit wenigem zwischen seinen Bergen aushaltenkann. Er soll sich gezwungen sehn grösser» Aufwandzu niachen, und wird ihn weniger bestreiten können,als wir, die wir an Arbeit und Gefahren gewöyut sind.Wir wollen so tapfre Ausfälle thun , daß ers nicht aus-dauern mag, und zuletzt für rathsamer achte» wird, imfreyen Felde mit uns anzubinden. Und geschieht das ,so hoffen wir steif und fest, der Herr werde für uns strei-ten ! Es fehlt uns, G. L. an keinem Ding, das zir ei-nem , auch langwierigen Kriege vonnöthen ist. Unterallen Eydsgenossen herrscht die größte Einigkeit. Denn,wie verschieden auch unsre Religion ist , sind wir dochalle darinn einig , der Sieg komme von Gott, und Erhelfe denen, die ihre Sünden bereuen und seinen Namenanrufen. Wir sind darinn einig , daß wir für das Va-terland das Aensserste zu wagen entschlossen sind. Und