wird die Seele nicht, wenn gleich dcr Körper dahinsinkk.Stirbst du alsdann , so wirst tu mit Ruhme sterben:Würdest du anders handeln , so müßt' es doch einmal,aber mit Schande seyn. Faß ulso wieder Muth, bete zuGott, fahre standhaft fort, und thue die Pflichten einesdapfernMannes. Denn (heißt es noch in einem andernSchreiben vom u. Jul.) ich bin gänzlich überzeugt, daßdu durch eine besondre gnädige Leitung Gottes gen Aug-spurg gekommen bist , um da vorn: Angesicht des Kup-fers und ganzen Deutschlandes ein Zeugniß von Christoabzulegen. *)
6 .
jM), Fabricius (Schmied) (Montanus) **)Diener der Kirche zu Chur, an Bullinger.
(17. May 1557.)
Ich kann dir nicht genug sagen, wie viel Stärkungund Trost ich aus deinen Briefen.geschöpft; ich, einMensch, der bisher ganz in der Einsamkeit und unter den
*) Bullingers Brief vermögt« so viel über den jungen Halter, daßer mitten unter dem Geklirre der Waffen der Spanier, welchedie Kirche immer besetzt hielten wann er predigte, unerschrockendie Sache dcr Wahrheit und Christi vertheidigte , bis er vonBern durch eine für ihn ehrenvolle Gesandtschaft an Zürich,(erhatte kurz vorher die Bestallung zu einem dortigen Archidiako-iiat erhalten), zum Diener dcr bernerschen Kirche verlangt wurde,und der fromme zürcherfche Magistrat dazu seine Einwilligunggab. Dieser (der bernerschen) Kirche diente er unter den größ-ten Unruhen bis An. 1575. in welchem er, im dreyund fünfzig-Jahr seines Alters, zugleich mit feinem innigstgcliebtcn Bullin-ger , in die Freude ihres Herrn eingieng.
#*) pellikano Schwestersohu. (ff-u sagt, Leo Iudä; vielleichtbeyder.) tzcn Zunamen Montanus hatte er von seinem Ge-burthöorte, Bergken im Etsaß, erhalten. Er war ganz kurze