den XIII. Artikeln bleibe. Ich finde auch einen Aufsatzvon seiner Hand an den Rath , in welchem er sagt:Da er ein solcher Greuel sey, so begehre er nicht mehrsein Leben zu beschirmen, und unterwerfe es seinen Obern,so hoch sie es sich getrauen zu verantworten.
Der Rath wollte schlechtweg die verschickten Papiereund Schafften haben , und nöthigte ihn zum zweytcn-mal Herrn Spreng darum zu sollicitieren, der aber kur-ze Antwort gab : Daß diese Sachen nicht mehr in seinenHanden seyen. Der Chorherr Gchwettzer war von dengeschäftigsten, Zinken anzuschwärzen. Zink hatte dieDrohung aus dessen eigenen Munde : Wenn man mitdem Punkt von der Gnadenwahl fertig sey, würde manandre, noch schwerere, zur Hand nehmen. Er hatte et.was gehört , daß Zink vormals in St. Gallen gefangengesessen : Jtzt bracht er in Erfahrung , daß es wegen ei-nes wichtigen Irrthums in der Lehre gewesen wäre. Ergab sich viele Mühe , die Acta davon zu erhalten; undals sie ihm abgeschlagen wurden, theilte er den Räthenvon Zürch seine Entdeckung mit , und hatte keine Ruhebis er sie gestimmt hatte , den Herren von St. Gallendie ganze Verhandlung mit Zinken abzufodern.
Zink hatte Zweifel gehabt, ob die Mutter Christi un-fehlbar aus dem Haus Davkds gewesen ; ob sie durch dieWirkung des heiligen Geistes aus sich selbst, aus ihremSaamen den Herrn empfangen habe; einige dunkele undübelverstandene Stellen der heiligen Scribenten hattendiese Zweifel bey ihm erwecket, die er doch , nachdem erdiese Scrupel mit ein Paar Predigern von St. Gallendurchgejagt hatte, übel gegründet gesehen und mit willi-gem Herzen aufgegeben. Das Ministerium von St.Gallen hatte darinn erschreckliche Irrthümer gegen dieNatur und Person des Gottmenschen gefunden und ihntn oberkeitlichc Verhaftung gebracht. Es war im Jahr