m über zwey wohlvercinigte Ehegatten kommen, sie doch„ eine wahrhaftere Glückseligkeit genießen werden, mitäs einander zu Minen , als sie bey allem , was sonst dieMenschen Glück auf Erden nennen , haben würden,„ das durch die Uneinigkeit der Herzen vergiftet wäre(Emil). Hier, Freund ! wäre vielleicht der Ort, einmalex Professo von dem rechtmäßigen Einfluß der elterlichenGewalt auf die Auswahl eines Ehegatten zu reden. —Da es aber einerseits so viele tausend Menschen giebt,die sich in diesem Geschäft ganz allein berathen und be-bolfen seyn müssen ; und anderseits in den vor uns ha-bcnden Betrachtungen über eine kluge Berathschlagungbeym Heurathen noch vieles vorkommen wird , welcheszu besserer Erörterung jener wichtigen Frage dienen kann,so verspäten wir solche auf ein andermal. Wissen wir ein--mal, was ein kluger mannbarer Junggeselle, oder eiuvernünftiges majorcnnes Mädchen sonst und übrigens zuthun und zu meiden hat, um zu einer wohlgerathenenEhe zu gelangen, so wird dann bald entschieden seyn,was für Achtung sie über alles dieses hinaus auf denRath und Willen, kurz auf das Votum derjenigen zuschlagen haben , deren zwingende Gewalt über sie nachnatürlichen und bürgerlichen Rechten freylich seine End-schaft erreicht; denen sie aber nichts desto minder durchihr ganzes Leben heilige und für wohlgeordnete Herzensüsse Pflichten zu erstatten schuldig sind, von welchen nurdie Collisio» mit höher» sie frey sprechen kann.
Xl. Also: Die Harmonie der Gemüther — TheurerJüngling ! — die innere Uebereinstimmung der Contra-henten, ist das erste Requisit einer glücklichen Ehe. Diesegoldene Wahrheit wird in Thesi so allgemein anerkannt,daß eben darum der vornehme und reiche Bursche z. E.welcher aus irgend einer niedrigen Absicht eines noch soehebegierigen Mädchens habhaft werden will, ihr den-