Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
JPEG-Download
 

tct. — Uttb wenn aucf) die Außenseite einer täglichen Er-fahrung diesem Gommhlde nicht allemahl Zuz vor Zugentsprechen sollte: So ist es einerseits eben nurdrSchaaleeines wlechen Hanswesirns, die für einmal fiüchtizen Beob-achtern auffallt ; in den innern faulen Kern zu drin-gen , halt nicht ein jeder weder Lust noch Beruf. Und an-derseits ist es gantz natürlich, daß die Grade usd Nüan-zen der -unsecligeu Folgen disharmonischer Ehen sich nachdem Maaß und Beschaff nhcit ihrer übelthätigeu Ursacherichten. Eo kömmt es z. E. viel darauf an , ob dieContrahenten mit einer entschiedenen Abneigung, welchedas Werk der Natur ist, noch verdorbene Grundsätzeund vorschlichen bösen Willen , einander das ?eben bit-ter zu machen, verbinden; ob sie gut oder schlecht er-zogen, g setzten oder auffahrenden Temperaments, klugoder Etourdis, gescheut oder dumm sind; ob sie Ge-schickes und Achtung für das Publicum genug haben,wen gstens den äußern Schein zu retten ; ob eine Stu-be voll Kinder die Frau , und die Berufsgeschäfte denMann glücklicher Weise hindern , einander beständigauf der Haube zu sitzen; ob sie noch neben ihrem wesent-lichen Unglück mit Noth, mit Hauskrcutzcn zu ringen,oder einander, noch so thörigte, fehlgcschlagne Hoffnun-gen vorzurücken haben ; besonders aber, ob redliche undeinsichtsvolle Mittler dem entstehenden Sturm noch inZeiten vorbeugen, und grobe Ausbrüche und unheilba-re Riße verhüten können : Oder ob hingegen Ohrenblä-ser in und äußert dem Haus, Dienstboten die bey denHandeln der Herrschaften ihre Rechnung finden, verschwä-gerte u. gefreundele Schwatzbaasen beyderley Geschlechts,«tiva ein Cadet der auf die Treu der gekränkten Frau,oder ein ausgesagter Fahndrich der auf die Börse desManns Altschlage laßt, gcflißcn Stroh zum Feuer tragen,oder durch Coiffeuftn, Feiltragerinnen, und andre solche