Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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ganzes Vermögen diesem letzten, und ein noch größrer,wer seine ganze irrdischc Wohlfahrt jenem erster» Glücks-hafen anvertraut. Noch mit Diesem mächtigen Unter-scheid : Daß , wer im erstell, Fall sein Geld nicht wagt,gewinnen kann; der Ehespieler bingcgen , wenn er allen-falls ein gutes Leos zieht , nichts erzielt , das er nicht,ohne zu spielen, weit sich-er gewonnen hatte. Denn, manwird doch nicht behaupten wollen , daß wenn Q. dernun mit seiner Frau , die er vorher kaum dem Namennach kannte, ganz gut lebt, sie gekannt hatte, er siedarum nicht genommen, oder, falls er es gethan, durchsie unglücklich worden wäre: Und so närrisch launigt kannich mir niemand vorstellen, daß er die Glückseligkeit inder Ehe lieber dem Zu,all, der 99. Mal unter ioo. zufeinem Verderben ausschlagcn kann , als aber einer reifenBcrathschlagung und klagen Wahl, die gerade umgekehrtin ioO. Fallen kaum 1. Mal trügt, zu verdanken habenwill. Daß man einander kennen muß, ehe man sich lie-ben kann , giebt der Urian, den wir oben redend einge-führt , selber zu. Aber aas seinen Untersatz, der für blödeAugen einigen Schein hat, gebe man wohl acht! — Nunaber (lautetsolcher) lernt man einander erst recht in derEhe kennen. —Folglich (würde der Schlußsatz heißen)folglich kömmt die Liebe erst mit der Ehe: Folglich (unddieses waren die saubern Corollaria eines solchen Syllo-gismus ) folglich ist eine gründliche Liebe vor der Ehe un-möglich , und hiemit auch kein Rcqu sit einer klugen Ve-rathschlagung beym Henrathcn. Dieses gottserbärmli-che Truggewcb , auf welches man indessen '0 viele Ehenbaut, dreht sich einzig um das reckn kennen herum.Ja , wenn das Mädchen, das du heurathcn willst , vorder Ehe recht kennen , so viel bcissen soll, als : Dirnicht nur von seinen actücllen Vollkommenheiten undMangeln, einen über alle Täuschung erhobuen richtigen

Begriff