/forte der Vorwelt schiclendetr Sccpticifmus verbreiten. —Don gcwißcn Handschriften in dem königlichen Bücher-schätz schreibt Varillas, daß sie, als nachtheilig für denRuhm einiger Verstorbnen, niemals werden können gc-druckt werden. In der That erschienen erst unlängst dieDenkschriften eines d'Aubigne im Drucke; und in den-selben erblickt mau den sonst vergötterten König HeinrichIV. nicht immer von der schmeichelhaftesten Seite. Wieverlegen wird nicht der Leser, wenn er die verschiedenenPortraits derselben Personen, eines Iustinians und ei-ner Theodor«, eines Belisars und einer Antonina, itztin der Historie, und itzt in den Anecdoten des Procopius,zu vergleichen bemüht ist? — Oder, wie wollen wir jeneErzählungen von Scipio dem Afrikaner vergleichen? Die-ser Held ist sterblich verliebt in eine gefangene Prinzeßin;gleichwol opfert er seine Leidenschaft auf, und übergiebtdie Geliebte ihrem Bräutigam, dem Lucius Aculegus.So schreiben Livius, und diejenige die ihm folgeten, Eu-tropius und Valerius Maximus; in Gemälden und inVersen wird Scipions heroische Großmuth erhoben. Al-lein : Wie denn, wenn die Gefangene nur als Geiselgefangen gewesen? Ihr Bräutigam war ein Fürst derCeltiberier; ihr Vater gleichfalls ein Fürst, und folg-lich von einem Stande und Alter, welche Ehrfurchterfordern. Er kömmt mit beträchtlichem Lösegeld, und mitThränen fleht er auf den Knien um die Auslieferung derTochter. Wie konnte der Feldherr, ohne sich öffentlichzu schänden , blindlings der Leidenschaft folgen? — Undwenn nun am Ende die ganze Erzählung falsch ist? Scha-de, daß die Jahrbücher des Valerius Antias verlorengegangen ! Das fünf und siebzigste wird von Aulus Gel-lius angeführt. Antias war ein Augenzeuge von Sci-pions Thaten. Hier sind seine eigenen Worte: Puellaquaedam pulcherrima, quam Carthagine, ampla civi'
Schliessen