Band 
Schweitzersches Museum. 1783.
Entstehung
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einbreche und Euer Her; zu frühe, ganz und unauslösch-lich , mit dem Bild des Gegenstands Eurer Zuneigung er-fülle. Also soll das , was man «Liebe auf Ersten oderauf kurzen Anblick «rennt, niemals Eure Wahl entschei-den ; wohl aber darf sie Euch auf den Gegenstand der-selben — mit einem günstigen Vorurtheil, auch das geb'ich Euch zu — immer aufmerksamer machen. Sie darf! Euer sinnreichstes Nachforschen und Erforschen beleben,und wird Eure Geduld mit dem Gedanken unterhalten,der eines denkenden Wesens so würdig ist: Daß beyeiner solchen anhaltenden Untersuchung für Euch unmög-lich etwas zu verlieren, wohl aber unendlich viel zu ge-winnen ist. Ein entgegengeseztes Verfahren — es wärewahre Treulosigkeit, es Euch zu verhehlen, ineine Lie-ben ! — jenes rastlose tollkühne Hcrumschwarmen umFlammen welche denen ähnlich sind, die erst gesternEure vertrautesten Freunde und Freundinnen in ihrenWirbel gerißen, und verzehrt; jenes Fcurfangen bey demersten Blitz eines schwarzen A««gs, das, vielleicht oh-ne^21bstcht,auf das Eurige getroffen; jenes imbecile Hin-einfahren junger unerfahrner Bürschgen in Liebe undEhe, auf das Erblaßen und Erröthen eines Mädchenshin, wenn von glüklichen Ehen, von der Kinderzucht —und von solchen Tölpeln in einem bloß zufälligen,aber für mannssüchtige Jungfern darum nicht minderwichtigen Zusammenhang — die Rede ist; oder hinwie-der vonscite ihrer Schwestern , auf den Reiß und Ruffeiner siadtberühmten hübschen und feinen Figur — et-wa gar auf seine entfernte Aehnlichkeit mit dein Eng-länder oder Jtaliäner hin, der ein paar Jahr vorhereinmal beym Papa auf der Campagne übernachtet, demvierzehnjährigen Mädchen beym Mondschein in der Laubevon fernen Landen erzählt, ein Liebchen vorgetrillert,und mit seiner auserlesenen Höflichkeit auf ihre erwm