Band 
Schweitzersches Museum. 1789. Fünfter Jahrgang. [7-12. Heft.]
Entstehung
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Im Brachm. 1717. verthaidigte er zu Genf eine philo-sophische Streitschrift: äe Sensibus. Hierauf wendete ersich, unter Aufsicht eines Benedict Pictets, Alphons Tür-retins und Anton Leger, zu den theologischen Studien.Die Ebräische Sprache studirte er nach der Anleitung desSamuel Türretin. Auch kannte er schon die englischeSprache gut genug, um den Tillotson lesen zu können.„Diese Sprache», (heißt es in Vernets handschriftlicherLebensbeschreibung,) „empfahl Türretin den Studirenden„aus gleichen Gründen, warum ich heut zu Tage die»deutsche Sprache empfehle». In dem dritten Jahr sei.nes theologischen Cursus erhielt er eine Stelle in Paris.Im April 1730. langte er daselbst an, und er war ent-zückt, in Paris seine Jugendfreunde, Anton Achard undAmadäus' Lüllin, zu finden. In dieser Hauptstadt besaßder Herzog von Orleans, als Regent, unumschränktes,königliches Ansehn. Der Hof so wol als das System desLaws, und die Actien von Mißißivpi machten die Stadtungemein volkreich. Das Mißißipische Spiel neigte sichzum Ende; noch waren die Köpfe der Menschen eben so.sehr erschüttert als ihre Oekonomie. Je länger je aus.schweifender wurden durch schnelle Glückswechsel die Sit-ten und Lebensart. Unvermerkt sahn sich die achten Ge.lehrten von eiteln Witzlingen verbrungen. Die Partheyder Janscnisten fieng an, ihren Kredit zu verlieren. Manspferre sie auf, um für den Abbt dü Bois, den Vertrau,tere des Regenten, einen rothen Hut von Rom zn erwer.den. Alles dieses verursachte ein sehr unruhiges und man.nigfaltiges Schauspiel. Mit Müsse ward es von unsermjungen Reisenden beobachtet. Auch bey der Ankunft ei-nes Türkischen Gesandten war er zugegen.

Gar bald fand er Zutritt bey verschiednen Gelehrten.Von dem Pater le Long vernahm er seltsame Anekdotenüber eine Lüge des Gregorins Leti in Beyef einer vor.